Bund fördert Radrennbahn Gera mit über 4 Mio. Euro

Mit 4,1 Mio. Euro aus der sogenannten “Sportmilliarde” fördert der Bund die Sanierung der Radrennbahn in Gera. Das hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages heute beschlossen. Darüber informiert die Geraer Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser (SPD), die sich im Stadtrat und im Bundestag für das Projekt starkgemacht hatte.

“Das sind sensationelle Nachrichten für Gera! Ich freue mich riesig, dass unsere Radrennbahn in Gera-Debschwitz nun endlich saniert werden kann. Denn Gera hat eine große Radsporttradition, wir haben mit dem SSV Gera 1990 e.V. einen überaus rührigen Radsportverein auf der Anlage, und alle in der Stadt waren sich einig, dass wir die Bahn wieder für internationale Wettkämpfe herrichten müssen. Klar ist: Ohne diese Bundesmittel in Millionenhöhe wäre die Sanierung der Radrennbahn für meine Heimatstadt kaum zu stemmen. Genau deshalb habe ich mich in Berlin unermüdlich dafür eingesetzt, dass von der ,Sportmilliarde’ auch ein angemessener Teil direkt nach Gera in dieses wichtige Projekt fließt. Ich bedanke mich auch bei Oberbürgermeister Kurt Dannenberg, Baudezernent Bertram Koch und den Beschäftigten der Stadtverwaltung für die sehr gute Zusammenarbeit. Mit unserem gemeinsamen Einsatz stärken wir die Sportstadt Gera mit einer Investition, die weit über die Region Ostthüringen ausstrahlen wird.”

Konkret soll bei der Sanierung eine neue Fahrbahn aus Stahlbeton mit Beschichtung aufgebracht werden. Außerdem ist geplant, wettkampfgerechte Bahninnen- und Außenbanden zu errichten. Daneben werden Bahnbeleuchtung, Beschallungsanlage, Aufenthaltsflächen im Bahninnenraum, die Sitztribüne mit etwa 1.400 Sitzplätzen, Treppen und umlaufende Wege werden modernisiert bzw. erneuert.

Nachdem die Stadt Gera mit ihrer Projektskizze in der ersten Runde des Sportmilliarde-Verfahrens erfolgreich war, wird sie nun einen formellen Zuwendungsantrag stellen. Die Radrennbahn in Gera-Debschwitz ist nicht die einzige Sportstätte in Ostthüringen, die in der ersten Runde der Sportmilliarde erfolgreich war. Der Haushaltsausschuss hat heute ebenfalls beschlossen, dass die Instandsetzung der Sportanlage der Staatlichen Gemeinschaftsschule “Am Morgenberg” in Triptis (Saale-Orla-Kreis) mit rund 380.000 Euro gefördert wird.

Die Abgeordnete bewertet das als klaren Erfolg des neuen Bundesprogramms “Sanierung kommunaler Sportstätten”, gerade auch für die ländlichen Räume im Osten: “Die Sportmilliarde wirkt! Allein in Thüringen haben sich rund 90 Kreise und Gemeinden mit insgesamt weit über 100 Projekten beworben. Bundesweit war der Projektaufruf für das erste Drittel – also 333 Mio. Euro – sogar 20-fach überzeichnet. Das macht deutlich, wie groß der Sanierungsstau bei den kommunalen Sportstätten ist. Vor allem zeigt der Bund mit diesem Programm, wie wichtig ihm der Erhalt derjenigen Orte ist, an denen Gemeinschaft und Teilhabe aktiv gelebt wird. Der Bund steht an der Seite der Sportvereine und ehrenamtlich Engagierten.”

Voraussichtlich nach der Sommerpause sowie im kommenden Jahr wird es weitere Projektaufrufe für die Sportmilliarde geben. Elisabeth Kaiser wird dann wieder die Öffentlichkeit darüber informieren, damit weitere Kommunen sich für eine solche Sanierungsförderung ihrer Sportstätten bewerben können.

Hintergrund:

Mit dem Bundesprogramm “Sanierung kommunaler Sportstätten (SKS)” stellt der Bund in mehreren Projektaufrufen insgesamt eine Milliarde Euro zur Verfügung, um Sportstätten in ganz Deutschland zu modernisieren und zu erhalten. Städte, Gemeinden und Landkreise, die Eigentümer einer Sportstätte sind, können sich darauf bewerben. Die Bandbreite der Fördermöglichkeiten ist groß: Ob energetische Sanierung einer Turnhalle, Modernisierung eines Freibads oder Erneuerung von Sportplatzanlagen – das Programm deckt unterschiedlichste Bedarfe ab. Gefördert werden sowohl kleinere als auch größere Vorhaben mit einer Förderhöhe zwischen 250.000 Euro und acht Millionen Euro. Der Bundesanteil beträgt dabei 45 Prozent der förderfähigen Kosten, bei Kommunen in Haushaltsnotlage sogar bis zu 75 Prozent. Damit können auch finanzschwächere Städte und Gemeinden dringend notwendige Investitionen endlich angehen.

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