Kaiser fordert Citymanagement gegen Ladensterben in Gera

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Die Geraer SPD-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser ruft die Stadtverwaltung und die Gewerbetreibenden der Innenstadt dazu auf, gemeinsam gegen das Veröden des Zentrums aktiv zu werden. Dank eines neuen, millionenschweren Bundesprogramms habe die Stadt auch die Möglichkeit, sich um die Finanzierung einer Citymanagerin zu bewerben.

“Ich bin traurig, dass in der nächsten Zeit gleich fünf weitere Geschäfte der Geraer Innenstadt ihre Türen für immer schließen werden. Damit geht wieder ein Stück Lebensqualität im Zentrum verloren. Diese Entwicklung überrascht uns nicht, aber wir dürfen sie auch nicht einfach hinnehmen. Denn wir können etwas dagegen tun”, so die gebürtige Geraerin. In diesen Tagen war bekannt geworden, dass neben dem Restaurant “La Bodega” und dem Schuhladen Rieker auf dem Markt drei weitere Geschäfte in der Humboldtstraße, in der Leipziger Straße und auf der Sorge ihren Betrieb einstellen werden.
“Ich weiß aus vielen Gesprächen mit Inhabern und Pächtern, wie schwer gerade die letzten anderthalb Jahre für die Gastronomie und den stationären Handel waren”, äußert Kaiser Verständnis. “Es gibt in unserer Region aber auch ermutigende Beispiele dafür, wie eine Innenstadt wieder belebt werden kann. Seit mehr als zwei Jahren vernetzt in Altenburg eine Citymanagerin die Gewerbetreibenden, aber auch viele andere Akteure aus der Innenstadt mit der Stadtverwaltung. Aus dieser Arbeit sind viele gute Ideen für Veranstaltungen und für ein besseres Miteinander entstanden”, verweist Kommunal-Expertin Kaiser auf die guten Erfahrungen in der zweitgrößten Stadt ihres Wahlkreises.
“Genau deshalb haben wir im Bund erst vor einigen Wochen ein 250 Millionen schweres Förderprogramm aufgelegt, mit dem Innenstädte und Zentren zukunftsfähig gemacht werden sollen.” Strategieentwicklung, Innenstadtmarketing, Zwischenerwerb von Immobilien oder der Aufbau eines Zentren-Managements – all das kann gefördert werden. “Doch schon in genau einem Monat endet die Antragsfrist”, ermuntert Kaiser die Stadtverwaltung und die Gewerbetreibenden zu schnellem Handeln. Für eine Beratung zum Programm steht sie gern bereit.
Hintergrund:
Unsere Innenstädte und Zentren sind durch die Corona-Krise sehr gebeutelt. Die langen Schließungen haben insbesondere den regionalen Einzelhandel und die Kulturszene getroffen. Theaterbesuche, Konzerte, Lesungen – all dies konnte im vergangenen Jahr kaum stattfinden und all dies sind Veranstaltungen, die Menschen in die Innenstädte ziehen und diese beleben. Aus diesem Grund stellt Bundesfinanzminister Olaf Scholz 250 Millionen Euro für Pilotprojekte zur Verfügung, um die Ausarbeitung von Städteentwicklungsstrategien durch die Kommunen zur Stärkung der Innenstädte zu fördern. Alle Infos zum Förderaufruf “Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren” können Sie hier nachlesen: www.bbsr.bund.de/innenstadtprogramm

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