Bund investiert 2,7 Milliarden Euro in THW-Unterkünfte
Gute Nachrichten für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks in Gotha: Der Bund finanziert den Neubau ihrer Unterkunft. Möglich wird das durch das THW-Bauprogramm, das die Regierungskoalition aus SPD und CDU/CSU jetzt vollständig auf den Weg gebracht hat. Insgesamt 2,7 Milliarden Euro stellt der Bund dafür in den kommenden Jahren bereit – damit sollen bundesweit 140 neue Unterkünfte entstehen.
Die Thüringer SPD-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser zeigt sich erfreut: „Ich freue mich riesig, dass der Neubau für das THW in Gotha jetzt kommen kann. Das ist ein wichtiges Signal der Wertschätzung für die vielen Ehrenamtlichen, die im Bevölkerungsschutz für uns alle im Einsatz sind.“
Deutschlandweit gibt es 668 THW-Ortsverbände, knapp ein Drittel davon arbeitet unter schwierigen Bedingungen – mit maroden Gebäuden, fehlenden Umkleiden oder veralteten Sanitäranlagen. Manche Fahrzeuge müssen sogar draußen stehen, weil es keine Garagen gibt.
„Die Helferinnen und Helfer des THW sind immer einsatzbereit, ob bei Hochwasser, Sturmschäden oder technischen Hilfeleistungen. Dafür brauchen sie gute Arbeitsbedingungen vor Ort. Der Beschluss des Haushaltsausschusses ist deshalb auch ein starkes Bekenntnis zum Ehrenamt und zur Sicherheit in unseren Regionen“, so Kaiser weiter.
Möglich wurde die Investition durch eine von der SPD durchgesetzte Grundgesetzänderung, die im März beschlossen wurde. Sie erlaubt, Ausgaben unter anderem für den Zivil- und Bevölkerungsschutz von der Schuldenbremse auszunehmen.
„Damit können wir jetzt gezielt in unsere Sicherheit und die Resilienz unseres Landes investieren – ohne andere wichtige Bereiche zu vernachlässigen“, betont Kaiser.
Insgesamt erreicht der THW-Haushalt 2026 ein neues Rekordniveau: Der Etat steigt im Vergleich zu 2025 um rund 200 Millionen Euro auf 642 Millionen Euro. Auch die Ortsverbände profitieren direkt – mit 60,6 Millionen Euro für ihre Selbstbewirtschaftung, so viel wie noch nie.
„Das THW ist eine tragende Säule des Bevölkerungsschutzes – auch hier bei uns in Thüringen. Ich bin froh, dass der Bund die Arbeit vor Ort jetzt noch besser unterstützt“, sagt Kaiser abschließend.
Neben Gotha profitieren in Thüringen auch die THW-Ortsverbände Nordhausen, Erfurt und Suhl von dem Bauprogramm. Auch dort werden in den kommenden Jahren neue Unterkünfte entstehen – ein starkes Zeichen für den Bevölkerungsschutz im gesamten Freistaat.