Bahnbündnis: es braucht Elektrifizierung und bessere Fernverbindungen

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Anlässlich des zweiten Jahrestages der neu geschaffenen Intercity-Verbindung erklären die beiden Sprecher des Bündnisses Geraer Schienenfernverkehr, Elisabeth Kaiser und Dieter Hausold, heute: “Ostthüringen braucht eine von Frankfurt bis nach Dresden führende Direktverbindung im Fernverkehr, die als solche auch im Bundesverkehrswegenetz ausgewiesen ist. Auch deshalb muss die Mitte-Deutschland-Verbindung wie geplant bis 2028 vollständig elektrifiziert werden. Zudem ist die Nord-Süd-Verbindung von Leipzig über Gera nach Hof deutlich attraktiver zu gestalten.”
Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018 war Gera nach rund 20 Jahren wieder ans Fernbahnnetz der Deutschen Bahn angeschlossen worden. Seitdem verkehren zumeist dreimal täglich Intercity-Züge zwischen Gera und dem Rhein-Ruhr-Gebiet.

“Ein gute Fernverkehrsanbindung wird in Zukunft nur möglich sein, wenn die Bahnstrecke elektrifiziert ist. Bis auch zwischen Weimar und Gößnitz ein Fahrdraht hängt, dauert es noch acht Jahre. Aber als Mitglied des projektbegleitenden Lenkungskreises ‘MDV-Elektrifizierung’ habe ich seit diesem Jahr immer ein Auge darauf, wie es vorangeht”, sagte Bundestagesabgeordnete Elisabeth Kaiser.
“Ich bin froh, dass die Deutsche Bahn jetzt begonnen hat, die Bürger über die geplanten Baumaßnahmen zu informieren. Wir im Bahnbündnis werden das Vorhaben eng begleiten und immer darauf achten, dass der Termin im Dezember 2028 eingehalten wird”, so die Sozialdemokratin.
Anfang des nächstes Jahres wollen die Sprecher des Bahnbündnisses mit einer eigenen Online-Veranstaltung alle Interessierten zum Gespräch mit Vertretern des Thüringer Verkehrsministeriums, der Deutschen Bahn und den Fahrgastverbänden einladen. Themen gebe es genug:
“Die geplante MDV-Elektrifizierung bis 2028 muss auch mit den Konzepten des Bundes für den Fernverkehr durch Thüringen und Sachsen zusammenpassen. Der aktuelle Entwurf des sogenannten Deutschland-Taktes des Bundesverkehrsministeriums macht aus der Strecke entlang der Thüringer Städtekette ein Nahverkehrsangebot mit Fernbahn-Anstrich”, kritisiert der langjährige Bahnbündnis-Sprecher Dieter Hausold.
“Was unsere Region stattdessen braucht, ist eine echte Fernverkehrsverbindung, und zwar idealerweise von Frankfurt/Main durchgehend über Gera und Chemnitz bis nach Dresden. Außerdem muss die Strecke von Hof über Gera nach Leipzig elektrifiziert und kräftig beschleunigt werden. Nur so bekommen wir mehr Menschen und auch mehr Güter auf die Schiene”, so Hausold.
Die Sprecher des Bahnbündnisses sind sehr interessiert daran, dass ihre Forderungen von noch mehr Menschen aus Gera und der Region mitgetragen werden. Wer sie dabei unterstützen möchte, kann sich gern unter elisabeth.kaiser.wk@bundestag.de oder andreas-schubert@die-linke-gera.de melden.

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